1802 – begonnen 1797 – Stickmustertuch aus dem Taunus

Es muss ein frommes katholisches Mädchen gewesen sein, das dieses Mustertuch in den Jahren 1797 bis 1802 gestickt hat, denn es ist voll von christlichen Motiven.

Oben zunächst die Alphabetreihen, wobei X, Y und Z erheblichen Abstand halten und die beiden letzten Buchstaben falsch herum gestickt sind. Im Anschluss an 1802 ein Herz als Symbol der Liebe und drei kleine Kronen (Symbol der Ewigkeit).

Es folgen mehrere Reihen verschiedener Borten, unter anderem in gezähltem Plattstich. Im Rahmen das Christusmonogramm „IHS“. Ganz unten erscheint es nochmals, wobei das „H“ mit einem Kreuz versehen ist und das „S“ diesmal falsch herum erscheint. Zwischen dem kleinen Hund (Wachsamkeit und Treue) und den beiden Vögeln (Geist, Seele, Transzendenz. Sie sind fähig, mit den Göttern zu sprechen) findet sich ein bedeutendes katholisches Motiv, die Monstranz, eingerahmt von zwei hohen Kerzen.

Ganz unten links das Stundenglas (verrinnende Zeit) und der Rock Christi. Rechts das Quadrat, das für die göttliche Ordnung der Welt steht: vier Himmelsrichtungen, vier Elemente, vier Jahreszeiten, vier Paradiesflüsse etc.

Am Kreuz mit zwei gekreuzten Schwertern rechts die Leidenswerkzeuge, links die drei Würfel, mit denen um den Rock Christi gewürfelt wurde. Der Hirsch weiter rechts ist Symbol für die menschliche Seele, die nach Gott ruft (Psalm 42).

Tuch: 15 x 23 cm – Mitte fleckig – rechts unten defekt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.