Badische Heimat: Vortrag zum Sicherungslager Rotenfels

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Auf Einladung der Badischen Heimat berichtet der frühere Gaggenauer Stadtrat Helmut Böttcher am 13. Februar um 20 Uhr im Landratsamt Rastatt über die Geschichte des Sicherungslagers Rotenfels.

Helmut Böttcher wird  an diesem Abend das Konzentrationslager in den Mittelpunkt stellen, das ab September 1944 im heutigen Gaggenauer Stadtteil Bad Rotenfels eingerichtet wurde. Im Zuge des Näherrückens der alliierten Streitkräfte sahen sich die Verantwortlichen des im Elsass errichteten „Sicherungslager Vorbruck bei Schirmeck im Elsass“ gezwungen, es nach Rotenfels östlich des Rheins zu verlagern. Dort befanden sich bereits bestehende Baracken des ehemaligen Militärlagers im heutigen Kurgarten. Dieses erste Konzentrationslager im Elsass existierte von 1941 bis November 1944 und von da an bis zu seiner Auflösung im April 1945 in Gaggenaus Badstadtteil.

Der Vortrag wird auch darüber berichten, wie man mit unmenschlichen Mitteln versuchte, den Widerstandswillen der größtenteils französischen Häftlinge, darunter viele Geistliche, zu brechen. Der Referent geht aber auf den mutigen Einsatz vieler Gaggenauer und Rotenfelser Bürger ein, die sich trotz strengster Verbote für die Häftlinge eingesetzt und diese so gut wie möglich mit Nahrungsmitteln versorgt haben.

Helmut Böttcher war über viele Jahre hinweg als Lehrer an der Realschule Gernsbach tätig und hat bereits in den 1980er Jahren gemeinsam mit Michael Weingardt und Udo Böhm über das Sicherungslager Rotenfels geschrieben. Das Buch erlebte eine zweite überarbeitete Auflage, die 2016 als Publikation des Kreisarchivs erschien.

Der Vortrag dauert etwa 70 Minuten. Der Eintritt zu der Veranstaltung am 13. Februar 2019 um 20 Uhr im Landratsamt Rastatt, Am Schlossplatz 5 (VHS-Eingang), ist frei. Weiter Info unter 07222/381-3581.

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