Motorrad der Eisenwerke Gaggenau in Steinbach vorgestellt

 

Eisenwerke EGA Bild

Siegfried Burow (rechts) stellt den Organisatoren des Moped- und Motorradtreffens in Steinbach, Jürgen Karcher, Roland Seiter sowie Christoph und Andreas Beck das älteste Motorrad, eine EGA 350 aus dem Jahr 1926 vor Foto: Wessel

Beim „1. Moped- und Motorradtreffen“ in Steinbach bei Baden-Baden stellte das Unimog-Museum eine Neuerwerbung vor: Ein Motorrad, das 1926 in den Eisenwerken Gaggenau gebaut wurde. Vor mehr als 20 Jahren wurde es in einer Scheune – zerlegt in Einzelteilen – entdeckt.

Bisher ist nur wenig über die Motorräder der Eisenwerke bekannt. Nur wenige Exemplare haben „überlebt“.Lesen Sie den Bericht im Badischen Tagblatt vom 12. Sptember 2013:

 

„Den Motor will ich zum Laufen bringen“

Siegfried Burow und das historisches Gaggenauer Eisenwerk-Kraftrad aus dem Jahr 1926

Von Michael Wessel

Steinbach/Gaggenau – Ein „Scheunenfund“, ein Motorrad aus den Eisenwerken Gaggenau, gebaut 1926, war am Sonntag das älteste Zweirad beim „1. Moped- und Motorradtreffen“ in Steinbach. Es wurde von Siegfried Burow, einem Oldtimer-Fan und Aktiven des Unimog-Museums, vorgestellt. Das Museum hatte es kürzlich von einem Sammler aus Unzhurst erwerben können.

Dabei trifft das Wort „Scheunenfund“ tatsächlich zu, denn vor über 20 Jahren wurden die Einzelteile in einer Scheune in Willstätt entdeckt. Diese waren dort vor dem Einmarsch der Franzosen gegen Ende des Zweiten Weltkrieges versteckt worden, um eine drohende Beschlagnahmung zu verhindern. Im rostbraunen Originalzustand war die Gaggenauer EGA das älteste Motorrad des Treffens und wurde besonders begutachtet und pausenlos fotografiert.

Den meisten Besuchern des Treffens war bis dahin unbekannt, dass von 1923 bis 1926 in den Gaggenauer Eisenwerken Motorräder mit 246 und 346 Kubikzentimetern-Zweitaktmotoren gebaut wurden. Und so gingen Siegfried Burow die Gesprächspartner nicht aus. Dabei erklärte er, dass das Motorrad nur sehr behutsam restauriert wird. Es soll weiter so gezeigt werden können, wie es gefunden wurde. „Aber den Motor will ich noch zum Laufen bringen“, ergänzte er schmunzelnd. Bei einem Benz-Gaggenau-Lkw aus dem Jahr 1916, den das Unimog-Museum vor ein paar Jahren ebenfalls erwerben konnte, ist ihm das gemeinsam mit Timo Krieg bereits gelungen.

Strahlende Gesichter hatten am Spätnachmittag die Organisatoren Jürgen Karcher, Roland Seiter sowie Christoph und Andreas Beck. Hatten sie doch mit Petrus noch einen weiteren Verbündeten, denn trotz sehr schlechter Wetterprognosen blieb es trocken.

Die Idee zu diesem Zweiradtreffen war beim Oldtimer-Meeting 2012 in Baden-Baden entstanden. Hier zählen alle vier Oldtimer-Freunde zu den Stammgästen. „Wenn 50 kommen, sind wir zufrieden!“, war ihre untere Messlatte – es kamen dann aber über den Tag verteilt rund 300 Fahrerinnen und Fahrer mit ihren „Schätzen“. So konnten Zweiräder aus acht Jahrzehnten bewundert werden. Besondere Beachtung fanden dabei die DKW-Hummel, NSU-Quickly oder die Roller von Heinkel. Und immer wieder war zu hören: „So eins hab‘ ich au mal g’habt!“

Jürgen Karcher, auf dessen Gelände an der Kreuzung der B3 das Treffen stattfand, hat das Hobby Oldtimer-Restaurierung nach eigenen Angaben inzwischen zum Beruf gemacht. Aber bereits sein Vater hatte eine Werksvertretung für Zündapp- , Horex- und Adler-Motorräder.

Die Organisatoren hatten den Termin trotz des Zwetschgen-Festes im benachbarten Bühl auf den 8. September gelegt, dem Tag des Denkmals. Und auf die Frage: Wird es im kommenden Jahr ein zweites Moped- und Motorradtreffen in Steinbach geben, kam von den Organisatoren ein eindeutiges „Ja!“.

2 Gedanken zu „Motorrad der Eisenwerke Gaggenau in Steinbach vorgestellt

  1. Hallo
    ich habe eine Frage vielleicht können sie mir weiter helfen :
    ich habe ein Email Schild von dem Eisenwerk Gaggenau A.G
    Frage wie lang hat das Werk Email Schild gebaut ( von – bis ? )
    wäre schön wen sie mir weiter helfen könnten oder mir sagen könnten wo ich das raus finden kann
    schon mal vielen Dank

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