Charlie Kappler, der Sebastian Vettel der 1920er Jahre

In den 1920er Jahren war der Gernsbacher Karl Kappler – genannt Charlie – ein besonders erfolgreicher Rennfahrer in Deutschland und genoss eine Popularität wie heute Sebastian Vettel und vor einigen Jahren Michael Schumacher.

In der Süddeutschen Automobilfabrik Gaggenau – dem heutigen Mercedes Werk – fing Kappler als Lehrling an und gewann bereits 1907 als Fünfzehnjähriger sein erstes Rennen, eine so genannte Subventionsfahrt mit einem Lastwagen von Stuttgart nach Berlin.

Kreisarchivar Martin Walter hat das Lebenswerk des Gernsbacher Rennfahrers unter anderem in seinem Buch „Karl Kappler – Der badische Pionier des Motorsports“ interessant beschrieben. Es ist im Casimir Katz Verlag erschienen.

Zum 50. Todestag von Karl Kappler veröffentlichte das Badische Tagblatt am 8. Dezember 2012 folgenden Artikel. Bitte „Weiterlesen“ anklicken:

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Spurensuche

Am 5. und 6. Oktober 2012 besuchte Christian Flurscheim Gaggenau. Er ist Nachfahre eines Onkels von Michael Flürscheim. Seit vielen Jahren befasst er sich mit der Famileingeschichte und so war es natürlich für ihn ein emotional wichtiges Erlebnis, die nach Michael Flürscheim benannte Brücke zu sehen.

Für eine dreiteilige Biographie über Michael Flürscheim im Badischen Tagblatts anlässlich der Wiederkehr dessen 100. Todestages hatte er neben Karin Hegen, Leiterin des Stadtarchivs, dem Autor Michael Wessel viele wertvolle Hinweise gegeben.

Willy Seck entwickelte den Gaggenauer Volkswagen

Das Gaggenauer „Volks-Automobil Liliput“ wurde 1905 als der „billigste kleine Motorwagen der Welt“ angepriesen. Doch mit der Idee eines Volkswagens war man hier offensichtlich der Zeit zu weit voraus. Es wurde ein Flop, wie man heute zu sagen pflegt. Nur wenige Exemplare wurden in Bergmann’s Industriewerken in Gaggenau sowie im Zweigwerk Suhl und ab 1905 in der Süddeutschen Automobilfabrik Gaggenau gebaut. Lediglich zwei Liliput sind erhalten geblieben. Nach seinem Konstrukteur Willy Seck wurde im Dezember 2012 in Oberursel eine Straße benannt.

Ein Gaggenauer Liliput bei der Ausstellung "Aller Laster Anfang" 2010/2011 im Unimog-Museum

Rechts ein Gaggenauer Liliput bei der Ausstellung „Aller Laster Anfang“ 2010/2011 im Unimog-Museum

Hier zum Weiterleses des Beitrags im Badischen Tagblatt vom 3. 1. 2013 klicken: Weiterlesen

Heimatbücher zum Murgtal

Zwei neue Heimatbücher ganz unterschiedlicher Art sind erschienen:

„Über den Nordschwarzwald – Eine Landschaft aus der Vogelperspektive“

ist Titel eines Bildbandes von Markus Bittmann und Willi Walter. Beide haben sich durch frühere Veröffentlichungen bereits einen sehr guten Namen gemacht. Der Historiker Dr. Markus Bittmann beschreibt die Geschichte der Region und der Luftbild-Fotograf Willi Walter steuert eindrucksvolle großformatige Bilder bei. Mehr dazu im Verlagstext unter www.casimir-katz-verlag.de unter Neuerscheinungen.

„Faszination Murgtal“

ist der Titel eines weiteren Bildbandes, in dem Manfred Fieting, ebenfalls in der heimatkundlichen Szene kein Unbekannter, seine Leser auf eine Reise durch das Murgtal begleitet. Hierfür hat er aus seinem reichen Fundus über 200 Bilder ausgewählt. Ebenfalls mehr im Verlagstext unter www.verlag-regionalkultur.biz

Bei beiden Verlagen finden Sie auch weitere interessante heimatkundliche Literatur. Und denken Sie daran: „Weihnachten kommt immer so plötzlich!“

 

Clemens – Ein Schelm, der in kein Schema passen wollte

Zu einer interessanten Neuerscheinung hier der Verlagstext:

Der Gaggenauer Heimatfreund Jürgen Oesterle, Autor dreier Bücher mit dem Titel „Gaggenauer Geschichten“, beschäftigt sich seit Jahren mit der schier unsterblichen Figur des Clemens.

Viele Zeitzeugen hat Jürgen Oesterle befragt, Bildmaterial ausfindig machen können und in Archiven gestöbert. Jetzt legt er eine Zusammenfassung seiner Recherchen vor und gibt in dem vorliegenden Werk liebevoll das abenteuerliche Leben eines Außenseiters in humoriger Art und Weise wieder.

Da der Autor den Clemens noch persönlich gekannt hat, war es möglich, diese einmalige Biografie eines außergewöhnlichen Menschen entstehen zu lassen.

Clemens war ein Unikum, ein Spaßvogel, ein Luftikus, ein Schelm, ein Schlaule, ein Unikat eben. Einige werden noch heute die Hände über den Kopf zusammen schlagen, wenn sie den Namen Clemens hören. Der geschickte Handwerker Clemens war ein Käpsele und als ein ruheloser Wanderfreund ständig auf Achse. Er setzte als durstiger Geselle neue Maßstäbe für Brauereinen und seine Schlagfertigkeit war unübertroffen. Sein Name wurde im gleichen Atemzug wie dem „Perkeo“ von Heidelberg oder dem „Blumenpeter“ aus Mannheim genannt.

Der Spaß kann beginnen, Sie werden Tränen lachen… wie man das von diesem Autor gewohnt ist.

Softcover, Format: 14,8 x 21 cm, Umfang 222 Seiten, 19,60 Euro

Im Buchhandel oder direkt beim Verlag:

http://www.badnerbuch-shop.de/Buecher/Clemens.html

 

Glasindustrie begründet Industriestandort Gaggenau

Wenn die Ursprünge des Industriestandortes Gaggenau aufgespürt werden, dann wird zuallererst der Bau eines Hammerwerkes durch den Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden, bekannter als der „Türkenlouis“, um das Jahr 1680 genannt. Doch dieses Hammerwerk hatte fast 200 Jahre keine besondere Bedeutung. Wechselnde Besitzer versuchten erfolglos ihr Glück. Dies änderte sich erst, als es der Industrielle Michael Flürscheim 1873 kaufte und später gemeinsam mit Theodor Bergmann als Eisenwerke Gaggenau zu Weltgeltung brachte. Auch die Suche nach Eisenerzen – beispielsweise imHilpertsloch – war ein Flop und ist somit einer Erwähnung kaum wert.

Den wesentlichen Impuls für die Industrialisierung von Gaggenau gab der Unternehmer und Gaggenauer Oberschultheiß Anton Rindeschwender, als er 1772 die Waldglashütte von Mittelberg an die Murg verlegte und zu einer Glasfabrik ausbaute.

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Herzlichen Dank – thank you very much!

Herzlichen Dank an meinen Sohn Thilo Wessel, der diese Internetseite eingerichtet hat. Ebenfalls ganz herzlichen Dank an die Leiterin des Stadtarchivs Gaggenau, Karin Hegen-Wagle, und an Christian Flurscheim in Kalifornien, einen weitläufigen Verwandten von Michael Flürscheim. Beide haben mir viele wertvolle Informationen gegeben.

Many thanks to my son Thilo Wessel, who has created this website. Also many thanks to the head of the city archives Gaggenau, Karin Hegen-Wagle, and to Christian Flurscheim in California, a distant relative of Michael Flürscheim. Both have given me much valuable informations.

Michael Wessel

Luftpistolen aus den Eisenwerken

Zwei gekreuzte Luftpistolen waren Ende des 19. Jahrhunderts das Firmenzeichen der Eisenwerke Gaggenau.

Der Hobby-Heimatforscher Willi Echle schrieb Theodor Bergmann die Aufnahme von Luftpistolen in das Produktionsprogramm  zu. Da irrte er jedoch, denn bereits 1878 erhielt Michael Flürscheim ein Patent auf Luftpistolen. Im Folgejahr ein weiteres für „Verbesserungen an Luftpistolen“. Bergmann trat aber erst 1880 in die Eisenwerke ein. Fachleute sehen allerdings in der Flürscheim-Luftpistole eine dreiste Kopie einer bereits 1872 in den USA patentierten Waffe.

links: Zeitungsbericht von 1880 – auf das Bild klicken

Bergmann war es dann allerdings, der die Luftpistolenproduktion perfektionierte. Daher wurden diese dann auch Bergmann-Luftpistolen genannt. Er entwickelte später sogar Maschinenpistolen und -gewehre.

 

Anfangs warb Bergmann im Thüringschen Suhl Waffenmeister ab. Später betrieb er dort eine eigene Waffenfabrik.

Urenkelin Jaqueline Flurscheim 2000 in Gaggenau

Auf Spurensuche zu ihrem berühmten Urgroßvater Michael Flürscheim war die in London lebende Jaqueline Flurscheim mit ihrer Freundin Camilla Thomas am 11. Mai 2000 auch in Gaggenau. Sie wurde vom damaligen Oberbürgermeister Michael Schulz empfangen und freute sich sehr, dass die Fußgängerbrücke beim Murgsee „Flürscheimsteg“ genannt wurde.

 

Jaquelin Flurscheim ist eine Enkelin von Bernhard Flürscheim, des ersten Sohnes von Michael Flürscheim.