Wein als Heilmittel auf Rezept

„Auch ist der Arzt in der Lage, den erkrankten Mitgliedern je nach Bedürfnis Wein in vorzüglicher, aus der Consumanstalt bezogenen Qualität verordnen zu können.“

Dies ist leider keine Zukunftsvision sondern so nachzulesen in einer Broschüre über die Eisenwerke Gaggenau AG aus dem Jahr 1891 .

Zuvor heißt es bei der Sozialleistung Arbeiterkrankenkasse: „Dieselbe wurde im Jahre 1874 gegründet und ging im Jahre 1884 in eine Betriebskrankenkasse auf Grundlage der Reichsgesetzgebung über, welcher das Stammkapital der alten Kasse übertragen wurde. Die Krankenkasse gewährt ihren Mitgliedern weitgehendere Begünstigungen als die staatlichen Bezirks- und Betriebs-Krankenkassen. So genießt jeder Arbeiter und Beamte 16 Wochen lang freie ärztliche Behandlung und Heilmittel, sowie drei Viertel seines Verdienstes während dieser Zeit.“

 

Die Broschüre ist im Gaggenauer Buchhandel oder über www.badnerbuch-verlag.de erhältlich.

Museum für Wirtschaftsgeschichte in Gaggenau?

Im Badischen Tagblatt schrieb Thomas Senger am 2. März 2013 in der Rubrik „Talblick“:

Erfolg mit Geschichte

Eines wird man von den Gaggenauern -den Bürgern, Geschäftsleuten und Kommunalpolitikern – wohl nicht behaupten können: Dass sie sich zu viele Gedanken um die Industrie- und Wirtschaftshistorie ihrer Stadt machen würden. Dabei wird da Potenzial achtlos liegengelassen. Immerhin sollen – endlich – die großen Leuchtbuchstaben auf dem Backsteingebäude am Glasersteg wieder leuchten. Da, wo wirklich Wirtschafts-, Industrie- und auch Designgeschichte geschrieben wurde. Ein Anfang. Ein klitzekleiner Neu-Anfang.

Aktive des Turnerbundes Gaggenau

Aktive des Turnerbundes Gaggenau

Man bedenke: Seit 1683 von Markgraf Ludwig-Wilhelm die Grundlage für die Entwicklung der Eisen- und späteren Gaggenau-Werke gelegt wurde, haben unzählige Produkte den Namen der kleinen Stadt an der Murg in alle Welt getragen. Einige davon haben das, was man „Kult-Status“ zu nennen geneigt ist. Nein, das ist nicht nur der Unimog. Gaggenauer Glas – einst heiß begehrt. Oder: 250000 „Badenia“-Fahrräder wurden bis Anfang des 20. Jahrhunderts hier hergestellt. Sprung in die Zeit nach 1945: Wo wurden die ersten Einbaubacköfen gebaut? Die Antwort findet man dort, wo man den Namen zu schätzen weiß: gaggenau.com.

Nun hat der Hersteller von exklusiven Küchengeräten Gaggenau schon vor Jahren den Rücken gekehrt. Das ist sehr bedauerlich. Aber der Name, der ist da.

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Ein besonderes Schmuckstück

Ein besonderes Schmuckstück ist dieses Schmuckkästchen, aus Kunstgusseisen mit rundum eingelegten emaillierten Eisenplatten. 2012 hat dies eine holländische Sammlerin in Italien erworben.

20.1215 jpk.EG.deposé.geschutzt (2)Sie frägt jetzt an, wann dieses Kästchen wohl in Gaggenau hergestellt wurde, denn das Warenzeichen mit den zwei gekreuzten Pistolen und den Buchstaben „E“ und „G“ weist unzweifelhaft auf die Eisenwerke Gaggenau hin.

Nachdem Fabrikbesitzer Michael Flürscheim 1878 erstmals ein Patent für Pistolen erhielt und der Warenkatalog der Eisenwerke von 1888 keine Schmuckkästchen enthält, dürfte das Kästchen in der Zeit dazwischen hergestellt worden sein. Nach 1888 wurde das Produktionsprogramm nicht mehr ausgeweitet sondern gestrafft.

Wer hat weitere Informationen oder ähnliche Stücke?

Bildbeschreibungen zu „Des denkt mir au noch!“

Der Bildband „Des denkt mit au noch!“ ist einem privaten Fotoalbum nachempfunden und enthält daher eher kurze Bildbeschreibungen. Er ist auf eine positive Resonanz gestoßen und im Gaggenauer Buch- und Schreibwarenhandel sowie direkt beim Verlag über www.buchundbild.de erhältlich.

 

Weitere Informationen oder auch Korrekturen finden Sie hier:

Seite 4: Christof Florus ist der Sohn von Ursula und Manfred Florus. Letzterer trat 1949 in die Unimog-Gesellschaft bei Boehringer in Göppingen ein, wechselte 1951 nach Gaggenau und war sein ganzes Berufsleben für den Unimog tätig – zuletzt als Leiter des Exports. Daher hat Christof Florus einen besonderen Bezug zum Unimog.

Seite 6 rechts oben: 25-jähriges Betriebsjubiläum von Gisela Bienewitz bei Daimler-Benz 1975: Walter Fischer, Wolfgang Ritter, Eckard Müller, Michael Schulz-Wittuhn, Gisela Bienewitz, Franz Straub, Marliese Beuchert (Haitz), Michael Wessel, Alice Huck

Seite 6: Nur durch ein Studium unterbrochen war Michael Wessel im Mercedes-Benz Werk tätig. Hier entwickelte sich sein Interesse an der Werks- und Heimatgeschichte.

Seite 8: Manfred Kohlbecker – Sohn von Beate Kohlbecker – leitete später ein Lebensmittelgeschäft an der Badener Brücke in Ottenau (seine Frau ist auf Seite 58 im damals „neuen Laden“ zu sehen).

Seite 12: Ilse Walkoff ist die Tochter des Direktors Steinsiek, der die Eisenwerke Gaggenau leitete. Badenia-Fahrräder waren neben Herden besonders bekannte Produkte.

Seite 13: Hans Müller war der spätere Inhaber des Modehauses Z. Müller. Die „Holländer“ wurden in großer Zahl bei Florenz Maisch gebaut. Nach einem erhalten gebliebenen Original wird gesucht.

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Charlie Kappler, der Sebastian Vettel der 1920er Jahre

In den 1920er Jahren war der Gernsbacher Karl Kappler – genannt Charlie – ein besonders erfolgreicher Rennfahrer in Deutschland und genoss eine Popularität wie heute Sebastian Vettel und vor einigen Jahren Michael Schumacher.

In der Süddeutschen Automobilfabrik Gaggenau – dem heutigen Mercedes Werk – fing Kappler als Lehrling an und gewann bereits 1907 als Fünfzehnjähriger sein erstes Rennen, eine so genannte Subventionsfahrt mit einem Lastwagen von Stuttgart nach Berlin.

Kreisarchivar Martin Walter hat das Lebenswerk des Gernsbacher Rennfahrers unter anderem in seinem Buch „Karl Kappler – Der badische Pionier des Motorsports“ interessant beschrieben. Es ist im Casimir Katz Verlag erschienen.

Zum 50. Todestag von Karl Kappler veröffentlichte das Badische Tagblatt am 8. Dezember 2012 folgenden Artikel. Bitte „Weiterlesen“ anklicken:

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Spurensuche

Am 5. und 6. Oktober 2012 besuchte Christian Flurscheim Gaggenau. Er ist Nachfahre eines Onkels von Michael Flürscheim. Seit vielen Jahren befasst er sich mit der Famileingeschichte und so war es natürlich für ihn ein emotional wichtiges Erlebnis, die nach Michael Flürscheim benannte Brücke zu sehen.

Für eine dreiteilige Biographie über Michael Flürscheim im Badischen Tagblatts anlässlich der Wiederkehr dessen 100. Todestages hatte er neben Karin Hegen, Leiterin des Stadtarchivs, dem Autor Michael Wessel viele wertvolle Hinweise gegeben.

Willy Seck entwickelte den Gaggenauer Volkswagen

Das Gaggenauer „Volks-Automobil Liliput“ wurde 1905 als der „billigste kleine Motorwagen der Welt“ angepriesen. Doch mit der Idee eines Volkswagens war man hier offensichtlich der Zeit zu weit voraus. Es wurde ein Flop, wie man heute zu sagen pflegt. Nur wenige Exemplare wurden in Bergmann’s Industriewerken in Gaggenau sowie im Zweigwerk Suhl und ab 1905 in der Süddeutschen Automobilfabrik Gaggenau gebaut. Lediglich zwei Liliput sind erhalten geblieben. Nach seinem Konstrukteur Willy Seck wurde im Dezember 2012 in Oberursel eine Straße benannt.

Ein Gaggenauer Liliput bei der Ausstellung "Aller Laster Anfang" 2010/2011 im Unimog-Museum

Rechts ein Gaggenauer Liliput bei der Ausstellung „Aller Laster Anfang“ 2010/2011 im Unimog-Museum

Hier zum Weiterleses des Beitrags im Badischen Tagblatt vom 3. 1. 2013 klicken: Weiterlesen

Heimatbücher zum Murgtal

Zwei neue Heimatbücher ganz unterschiedlicher Art sind erschienen:

„Über den Nordschwarzwald – Eine Landschaft aus der Vogelperspektive“

ist Titel eines Bildbandes von Markus Bittmann und Willi Walter. Beide haben sich durch frühere Veröffentlichungen bereits einen sehr guten Namen gemacht. Der Historiker Dr. Markus Bittmann beschreibt die Geschichte der Region und der Luftbild-Fotograf Willi Walter steuert eindrucksvolle großformatige Bilder bei. Mehr dazu im Verlagstext unter www.casimir-katz-verlag.de unter Neuerscheinungen.

„Faszination Murgtal“

ist der Titel eines weiteren Bildbandes, in dem Manfred Fieting, ebenfalls in der heimatkundlichen Szene kein Unbekannter, seine Leser auf eine Reise durch das Murgtal begleitet. Hierfür hat er aus seinem reichen Fundus über 200 Bilder ausgewählt. Ebenfalls mehr im Verlagstext unter www.verlag-regionalkultur.biz

Bei beiden Verlagen finden Sie auch weitere interessante heimatkundliche Literatur. Und denken Sie daran: „Weihnachten kommt immer so plötzlich!“

 

Clemens – Ein Schelm, der in kein Schema passen wollte

Zu einer interessanten Neuerscheinung hier der Verlagstext:

Der Gaggenauer Heimatfreund Jürgen Oesterle, Autor dreier Bücher mit dem Titel „Gaggenauer Geschichten“, beschäftigt sich seit Jahren mit der schier unsterblichen Figur des Clemens.

Viele Zeitzeugen hat Jürgen Oesterle befragt, Bildmaterial ausfindig machen können und in Archiven gestöbert. Jetzt legt er eine Zusammenfassung seiner Recherchen vor und gibt in dem vorliegenden Werk liebevoll das abenteuerliche Leben eines Außenseiters in humoriger Art und Weise wieder.

Da der Autor den Clemens noch persönlich gekannt hat, war es möglich, diese einmalige Biografie eines außergewöhnlichen Menschen entstehen zu lassen.

Clemens war ein Unikum, ein Spaßvogel, ein Luftikus, ein Schelm, ein Schlaule, ein Unikat eben. Einige werden noch heute die Hände über den Kopf zusammen schlagen, wenn sie den Namen Clemens hören. Der geschickte Handwerker Clemens war ein Käpsele und als ein ruheloser Wanderfreund ständig auf Achse. Er setzte als durstiger Geselle neue Maßstäbe für Brauereinen und seine Schlagfertigkeit war unübertroffen. Sein Name wurde im gleichen Atemzug wie dem „Perkeo“ von Heidelberg oder dem „Blumenpeter“ aus Mannheim genannt.

Der Spaß kann beginnen, Sie werden Tränen lachen… wie man das von diesem Autor gewohnt ist.

Softcover, Format: 14,8 x 21 cm, Umfang 222 Seiten, 19,60 Euro

Im Buchhandel oder direkt beim Verlag:

http://www.badnerbuch-shop.de/Buecher/Clemens.html